Ablauf des Projektes:
Die Initialzündung zu diesem Projekt lieferte die Ausstellung
"Für Augen und Ohren" der Akademie der Künste im
Jahre 1980,
an der Oskar Sala mit seinem Mixtur-Trautonium beteiligt war. Meine
Kollegen Borowicz, Dr. Rudolph und ich waren von den
Klangmöglichkeiten und der Einzigartigkeit des Instrumentes so
beeindruckt, dass wir beschlossen mit Studenten der Fachhochschule ein
Mixtur-Trautonium zu bauen.
Wir nahmen Kontakt zu Herrn Sala auf, besuchten ihn in seinem Studio
in Berlin-Ruhleben und waren von seinem in langen Jahren entwickelten
Instrument so begeistert, dass unser Entschluss feststand:
Wir wollten in Halbleitertechnik das Mixtur-Trautonium so
nachbauen, dass die Spielweise und die Fülle der
Klangmöglichkeiten dem Originalinstrument entsprechen sollten.
Das
Gerät sollte transportabel sein, um es Herrn Sala zu
ermöglichen wieder in Konzerten aufzutreten. Sein eigenes
Instrument war durch die eingesetzte Röhrentechnik und
zahlreiche
Zusatzgeräte außerhalb seines Studios nicht mehr
einsetzbar.
Herr Sala war sofort bereit uns bei der Entwicklung beratend zu
unterstützen. Er führte den an dem Projekt
beteiligten
Studenten sein Instrument vor und besuchte uns von Zeit zu Zeit, um die
Konstruktion besonders der Manuale und Pedale mit uns und der Werkstatt
der Fachhochschule zu optimieren.


Oskar Sala mit
Studenten in seinem Studio 1982
So enstand in
den Jahren
1982 bis Mitte
1983 das Mixtur-Trautonium der Fachhochschule. Auf der Internationalen
Funkausstellung Berlin 1983 wurde das Instrument auf dem Stand der
Fachhochschule unter Beteiligung von Herrn Sala der
Öffentlichkeit
präsentiert.
Präsentation
des Instrumentes auf der Internationalen Funkausstellung Berlin 1983
(ganz rechts im Bild Werner Trautwein der Sohn von Friedrich Trautwein
des Entwicklers des Urtrautoniums)

Teilansicht
des Instrumentes (+)
Mixtur-Trautonium
der Fachhochschule
Weiterentwicklung des
Instrumentes:
Die im Jahre 1983 der Öffentlichkeit vorgestellte Version war
noch
nicht virtuos spielbar, deshalb wurden in der folgenden
Zeit die
dynamischen Eigenschaften der Manuale an die des Originalinstrumentes
angepasst. Oskar Sala war schließlich mit der Spielweise des
Instrumentes so zufrieden, dass er für seine weitere
künstlerische Tätigkeit unser Instrument einsetzte.
Im Januar 1988 wurde das optimierte Mixtur-Trautonium der
Fachhochschule im Elektronischen Studio von Oskar Sala zur
unentgeltlichen Nutzung durch Herrn Sala aufgestellt. Neben dem
Instrument wurden passende Transportkisten geliefert, um
einen Einsatz in Konzerten zu ermöglichen.
In den letzten Jahren seines künstlerischen Schaffens
setzte Oskar Sala ausschließlich das
Mixtur-Trautonium
der Fachhochschule ein.
Die Betreuung
und Wartung des Instrumentes im Studio des Herrn Sala und bei
Konzerteinsätzen
sowie die Erstellung von technischen Geräteunterlagen wurde
von
Herrn Prof. Borowicz vorgenommen.
Musikinstrumenten-Museum
Berlin:
Nach dem Ableben von Herrn Oskar Sala am 26. Februar 2002 wurde
zwischen der
Deutschen
Telekom AG und dem
Staatlichen
Institut für Musikforschung
in Berlin
ein Vertrag über die Schenkung des Mixtur-Trautoniums
geschlossen,
um das Instrument im Musikinstrumenten-Museum Berlin der
Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Zeittafel des Projektes
Klangproben
und weitere Informationen
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